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Termine und Orte des Abendgebetes
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Die Liturgie des Abendgebetes
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Der Ablauf dieser Abendgebete richtet sich nach dem Ablauf der Gebete der Brudergemeinschaft von Taizé, die im Jahr 1940 von Roger Schutz gegründet wurde. Diese Gemeinschaft stellt die Ökumene in den Vordergrund.
Nach der Begrüßung werden ausgewählte Gesänge aus Taizé mehrmals hintereinander à capella gesungen. Ebenso können auch Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch oder dem Gotteslob in den katholischen Gemeinden ausgewählt werden. In den Liederheften aus Taizé sind die Gesänge meistens als vierstimmige Sätze notiert, so dass jeder in seiner Stimmlage mitsingen kann. Nach dem Anstimmen bleibt der Gesang zunächst einstimmig und wird beim Wiederholen mehrstimmig und zum Teil mit Oberstimmen ausgeschmückt. Dies führt dazu, dass man sich von den Stimmen der anderen getragen fühlt und dass man die Botschaft, die in den Gesängen übermittelt wird, intensiver aufnehmen kann.
Nach dem Singen einiger Lieder wird der Psalm gemeinsam gesprochen oder vorgelesen, der für den betreffenden Sonntag vorgeschlagen ist. Dazu kann der im Evangelischen Gesangbuch enthaltene Psalmtext im Wechsel zwischen Frauen und Männern gesprochen werden.
An die Psalmlesung schließt sich das Entzünden des Auferstehungslichtes an. Beim Entzünden wird einer der Gesänge angestimmt, die von der Auferstehung Jesu handeln. Es soll damit bei jedem Abendgebet an die Auferstehung Jesu erinnert werden.
Bei der anschließenden Evangeliumslesung wird der für diesen Sonntag vorgeschlagene Evangeliumstext vorgetragen und mit einem liturgischen Wechselgesang beantwortet: "Herr, Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. Dein Wort ist nichts denn Wahrheit und ein Licht auf meinem Wege." (EG 785.3)
Dem Wechselgesang folgen wieder einige Lieder, die aus dem Taizé-Liederheft oder aus dem Gesangbuch ausgewählt wurden.
Zur anschließenden Gebetsstille wird mit einem gesungenen Gebet übergeleitet. Die etwa zehnminütige Gebetsstille wird von vielen als der zentrale Teil des Abendgebetes empfunden. Es bietet die Möglichkeit, Christus alles anzuvertrauen, was uns beschäftigt. Eine der Gemeinschaft in Taizé Angehörende beschreibt die Stille mit den Worten: "Es bedeutet vielmehr, mich in die Gegenwart Gottes zu stellen." (Rex Brico, S. 89)
Nach der Gebetsstille kann jeder eine kurze Fürbitte laut aussprechen, die mit einem gesungenen Kyrie abgeschlossen wird. Der Gebetsteil wird mit dem Vaterunser beendet. Dazu stellen sich alle in einem Kreis auf und fassen sich an den Händen.
Zum Schluss wird ein Segen gesprochen. Die Pfarrerin oder der Pfarrer der gastgebenden Gemeinde ist eingeladen, den Segen zu sprechen.
Nach den Abkündigungen sind alle eingeladen, noch in der Kirche zu bleiben und weitere Gesänge anzustimmen.
Evangelische Stephanus-Gemeinde Kelkheim - 2. September 2003
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